Sören Prescher

Krimis & Thriller

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Raststopp

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Ein harmloser Halt an einer Autobahnraststätte ist der Anfang einer nervenaufreibenden Odyssee: Daniel und Bastian geraten in Streit mit einem gesuchten Mordverdächtigen. Als sie ihn überwältigen und der Polizei übergeben, glauben sie, das Kapitel wäre abgeschlossen. Doch dann sind die Behörden gezwungen, den Mann wieder freizulassen. Ein dramatisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt ...

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Vita

Sören Prescher

Sören Prescher wurde am 9. August 1978 in Bautzen geboren, ist verheiratet und wohnt mit seiner Familie in Nürnberg. Neben seiner Arbeit für ein internationales Wirtschaftsunternehmen schreibt er für das Nürnberger Musik- und Kulturmagazin RCN. Seit 1995 verfasst er Geschichten und Gedichte. In den vergangenen Jahren erschienen verschiedene Romane von ihm, unter anderem das Steampunk-Abenteuer „Der Flug der Archimedes“ (Fabylon Verlag), der zweiteilige Mystery-Thriller „Marty“ (Rouven Finn Verlag) sowie mehrere Krimis zusammen mit Silke Porath im Gmeiner Verlag, unter anderem „Klosterkeller“. „Raststopp“ ist sein erster Thriller für den bookshouse-Verlag.

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Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe

Wer hat Martin G. gesehen? Spitze Nase, dünne Lippen, tief liegende, dunkle Augen und schütteres Haar. Bitte seien Sie äußerst vorsichtig und versuchen Sie nicht selbst, den Mann zu überwältigen. Er gilt als äußerst gefährlich und zutiefst gewaltbereit. Martin G. wird zudem verdächtigt, mehrere brutale Morde und Entführungen begangen zu haben. Sollten Sie Hinweise auf ihn oder seinen Aufenthaltsort haben, verständigen Sie bitte umgehend das Polizeipräsidium Stuttgart oder jede andere Polizeidienststelle.

Leseprobe

Kapitel 1

»Hast du dich schon mal gefragt, warum es so viel gute Musik gibt, im Radio aber trotzdem bloß Scheiße läuft?« Bastian tippte auf den Sendersuchlauf des Autoradios, fand aber nichts, was ihn zufriedenstellte.
   Daniel setzte zum Überholen an. Die Fahrt nach Berlin war ihm deutlich kürzer vorgekommen als die Rückfahrt, was vermutlich daran lag, dass Basti die meiste Zeit auf seinem Notebook herumgeklickt hatte, um die Präsentation für das Seminar über Fortschritte im Bereich Sensorentechnik fertigzubekommen. Daniel hatte sich gedanklich damit beschäftigt, wie er diese neuen Erkenntnisse später im Außendienst an die Kunden weitergeben könnte. »Was erwartest du denn? Dass die Sender ihr Programm exakt nach deinen Wünschen umstellen?«
   »Natürlich nicht. Aber schau: Inzwischen ist Mitte Oktober, und dieses Jahr sind schon so viele tolle Alben erschienen. Stereophonics, Nick Cave, die Eels und sogar Tom Petty, um nur einige zu nennen. Im Radio läuft rein gar nichts davon. Stattdessen nur derselbe Einheitsbrei aus zahnlosen Popnummern und sogenannten Klassikern, die du tausendfach gehört hast. Wenn ich bloß den Anfang von Highway to hell oder Heat of the moment höre, juckt es mir von hinten am Zäpfchen.«
   »Vielleicht passen die anderen Sachen einfach nicht ins Programm.«
   Basti schüttelte seinen Lockenkopf. »Das ist weder Geknüppel noch Geschrei, sondern alles recht bodenständig, falls du das meinst. Die Programmchefs wollen bloß nicht aus der Reihe tanzen. Ich erwarte ja gar nicht, dass alles gespielt wird, aber ein bisschen über den Tellerrand gucken wäre echt nicht schlecht.«
   Daniel schmunzelte. »Du erinnerst mich stark an meinen Kumpel Frank. Er ist Musikjournalist in Nürnberg. Mit dem solltest du über so was fachsimpeln. Mir ist das relativ egal. Wenn mir ein Lied nicht gefällt, schalte ich einfach weiter. Oder lege eine CD ein.« Er wechselte auf die mittlere Spur zurück und sah auf das Navi. Dreieinhalb Stunden waren sie schon unterwegs, gut zwei hatten sie noch vor sich. Das hieß Ankunft am frühen Abend, was durchaus vertretbar war für eine Fahrt quer durch die Republik. Außerdem wartete daheim Sabine. Wenn er früh genug eintraf, könnten sie es noch zum Griechen schaffen. Bei dem Gedanken an kross gebratene Souflaki lief ihm das Wasser im Mund zusammen.
   Basti war inzwischen dem Ratschlag gefolgt und hatte eine Selig-CD aus dem Handschuhfach gekramt. Damit konnte Daniel leben.
   Basti nickte im Takt der Musik. »Da vorn kommt ein Rastplatz. Ich muss mal dringend pinkeln.«
   »Kein Problem.« Daniel wechselte auf die rechte Fahrspur. Gleich darauf bogen sie auf den Parkplatz ein. Ein Toilettenhäuschen, drei steinerne Sitzgelegenheiten und ein Rasenstreifen, den man lieber nicht betrat. Auch jetzt ließ ein älteres Paar darauf seinen Pudel Gassi gehen.
   Daniel vertrat sich die Füße. Der milde Herbstwind ließ auf einen angenehmen Abend hoffen. Das hieß, sofern sich das Wetter in Baden-Württemberg an dieselben Spielregeln hielt. Er freute sich auf Sabine. Die vergangenen Wochen waren stressig gewesen, sodass ein bisschen gemeinsame Zeit längst überfällig war. Vor seinem geistigen Auge sah er einen Besuch in ihrem Lieblingsrestaurant. Am selben Ecktisch, an dem sie ihr erstes Date gehabt hatten. Dazu eine einzelne brennende Kerze. Das war beinahe zu kitschig. Quasi die perfekte Gelegenheit für einen Antrag. Überfällig war auch das. Aber bloß, weil sie die magische Grenze von Mitte dreißig vor geraumer Zeit erreicht hatten und seit mehreren Jahren glücklich zusammenlebten, bedeutete es nicht, dermaßen in die Vollen zu gehen. Nicht, dass er an seiner oder ihrer Liebe zweifelte. Bloß die Institution Ehe kam ihm nicht mehr zeitgemäß vor.
   Daniel zog sein Smartphone aus der Hosentasche, um Sabine eine WhatsApp-Nachricht zu schicken.
   »Hey Mann, hör auf damit!« Bastis Stimme schallte über den Parkplatz.
   Daniel riss den Blick hoch. Neben seinem Kollegen torkelte ein breitschultriger Kerl mit schütterem Haar und einer Nase so kantig, als wäre sie irgendwo herausgebrochen worden. Er stieß Basti in die Seite, schubste ihn und grölte Unverständliches.
   Daniel hatte sich bereits in Bewegung gesetzt und beschleunigte (...)

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